Wo die Hügel Berge sind

Connemara mit seinen Berggipfeln, die gerade einmal 750 Meter Höhe erreichen, wenn man sich von der Küste abwendet und ganz schnell vergisst, dass man sich auf Meeresniveau befindet, bietet durchaus alpine Eindrücke.

Und auch auf der Beara-Halbinsel, kann man sich, nur 5 Kilometer vom Meer entfernt, des Eindrucks nicht erwehren, mitten in den Rockies zu stehen...

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Schroffe Stein- und Felsgipel erheben sich über grünen, ja - wirklich tiefgrünen Matten, spärlichen Wäldern und blauen großen Bergseen. Dazu kommt, dass die hier ansässigen Iren kaum auf die Idee kommen, mal in diesen Bergen zu wandern und man sich recht einsam vorkommt.

Für Menschen, die etwas mehr Trubel brauchen, ist das also nicht ganz die richtige Gegend hier.

 

Dafür gibt es um so mehr Schafe, die sich mit traumwandlerischer Sicherheit durch die (torf-) moorigen Wiesen und mit Felsblöcken übersäten Berghänge bewegen. Es ist schon manchmal grotesk, wenn man keuchend die steile Grasrinne eines "Hügels" hinauf keucht und hinter dem nächsten Fels ein schwarzes Schafsgesicht hervorschaut - "Ich bin schon da."


Wehende Wolkenfetzen, Nebel und etwas Niesel verleihen dieser Szenerie einen zusätzlich sehr mystischen Anstrich, der nächste keltische Druide mit langem Bart wird nicht weit weg sein.

 

Und - noch eine kleine Anmerkung: wenn in der Routenbeschreibung "weglos" steht, dann heißt das in Irland auch weglos. Die Nichtbeachtung dieses Attributes könnte nasse Füße in der unweigerlich nächsten Torfmoorpfütze bedeuten. Deshalb kleiner Tipp - unbedingt vor Reiseantritt Reiseberichte und Routenbeschreibungen genauestens studieren und zur Sicherheit noch unters Kopfkissen legen.

 

(diverse Fotos zu dieser Betrachtung findet man hier)

 

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